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La Capital Buenos Aires

Gesperrte Avenue Corrientes in Buenos Aires
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Unruhen in Bolivien.
Es ist die AV Corrientes in Buenos Aires (Argentinien) am 16. Okt. 2003. Aber ich will am Anfang beginnen:
Die Idee für den Bau einer Erdgaspipeline nach Mexiko und in die USA hatte die Gewerkschaften dazu veranlasst zu Streiks aufzurufen. So kam es wie schon so oft in Bolivien zu gewalttätigen Ausschreitungen mit vielen Toten bei denen das Militär gewaltsam gegen Demonstranten vorgeht. Eine kurze Zusammenfassung dieser Tage:

16. Okt. Boliviens Präsident Sanchez de Lozada schließt den Rücktritt aus.
17. Okt. Der Selbige tritt zurück.
18. Okt. ca 1000 deutsche Urlauber und Austauschschüler werden ausgeflogen.

Bolivien gibt die Pläne des Gasexports auf. Was hat das nun mit diesem Foto zu tun? In diesen Tagen waren auch in Buenos Aires viele Bolivianer auf der Straße um für ihr Land zu protestieren. Sobald eine Gruppe Vermummter, mit Schlagstöcken bewaffnete Personen auftauchte, wurde die entsprechende Straße auf beiden Seiten abgesperrt. Anfangs war es sehr angenehm diese viel befahrene Straße entlang zu gehen. Als wir plötzlich in mitten einer Gruppe vermummter und bewaffneter Personen standen, änderte sich das allerdings.

Blühtenpracht mitten in Buenos Aires
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einer 11,5 Millionen Metropole mit stinkenden Bussen und LKWs in der es auch schöne Parks gibt. Dieser Baum ist 100m vom Präsidenten Palast entfernt. Der Platz auf dem er steht ist durchgehend mit Absperrgittern überseht. Diese sollen verhindern, das sich größere Menschenansammlungen bilden und sich ungehindert Richtung Palast bewegen. Die Argentinier leben Ihre Emotionen einfach stärker aus als z.B. die Deutschen. Wenn z.B. eine Fluglinie streikt, kann es vorkommen, dass die wartende, aufgebrachte Menge den Flugschalter in seine Einzelteile zerlegt. Aber keine Angst, sonst sind die Argentinier nette Menschen.




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